Rolfes' diplomatische Antworten zur T-Frage bei Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusens Sportchef Rolfes zieht in der Pressekonferenz die Kunst der Diplomatie auf, als es um die T-Frage geht. Seine ausweichenden Antworten lassen viele Spekulationen zurück.
Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie Sportchefs in den hitzigen Debatten um Spielertransfers agieren. Im Fall von Bayer Leverkusen ist Rolfes ein Meister der Diplomatie, wenngleich seine Kunst der Ausweichung manchmal fast komisch anmutet. Am vergangenen Montag ließ er in einer Pressekonferenz die Frage nach dem möglichen Transfer eines Topspielers, dessen Name nicht genannt werden muss, beinahe magisch abperlen, als ob sie ihm einen scharfen Schuss aus der Spritze eines Wettkampfs abverlangt hätte.
Die Frage, ob dieser Spieler die Werkself verlassen könnte, war überwältigend. Eine solch brisante T-Frage stellte das erste Thema dar, und alle Augen warteten gespannt auf eine klare Antwort. Stattdessen gelang es Rolfes, das Thema geschickt zu umschiffen. „Wir sind in einem ständigen Austausch mit unseren Spielern, aber woher die Gerüchte kommen, kann ich nicht sagen“, murmelte er, wie ein Zauberer, der den Zuschauer mit einem Federball ablenkt, während er den echten Trick vollbringt.
Eine Reihe von Journalisten schien dies als Einladung zu verstehen, die Frage weiter zu vertiefen. Und so wurde das Spiel fortgeführt. Rolfes bat um Verständnis dafür, dass er hinsichtlich interner Abläufe nicht in Details gehen könne. Das plädiert für einen gewissen Respekt, den man nicht nur dem Spieler, sondern auch den Fans gegenüber haben sollte. Doch was als respektvoll getarnte Informationsverweigerung daherkommt, wirkt auf die Hartgesottenen der Presse wie eine Mischung aus Frustration und amüsierter Belustigung.
Auf den Hinweisen des Trainers aufbauend
Der Trainer der Mannschaft, der ebenfalls anwesend war, versuchte, in den Aussagen seines Sportchefs eine Art Unterstützung zu finden. Da wurden die üblichen Floskeln bemüht: „Wir konzentrieren uns auf das, was wir haben, und planen langfristig.“ Vielleicht ist dies eine Strategie, um die eigenen Spieler zu schützen, möglicherweise aber auch nur der Versuch, den Unmut der Fans zu besänftigen.
Bayer Leverkusen steckt also in einem Dilemma. Der Verein scheint an der Kante eines Umbruchs zu stehen, und trotzdem wird das Gefühl vermittelt, als möchte man wenige Wellen schlagen. Rolfes' Beharrlichkeit, die T-Frage geschickt zu umschiffen, gibt hier den Ton an. Auch die wichtigsten Traktate des Fußballs, in denen man die Öffentlichkeit vehement infomiert, wird bei Bayer Leverkusen offenbar etwas anders interpretiert. Die Furcht vor einem möglichen Verlust von Leistungsträgern erzeugt eine Art Schweigen, das für den Verein und seine Anhänger nicht immer hilfreich ist.
Die Umstände könnten nicht heißer sein für den Verein. Doch Rolfes bleibt unerschütterlich und gibt den Eindruck, dass die Situation unter Kontrolle ist. Ob dies tatsächlich der Fall ist oder nicht, bleibt jedoch eine spannendere Frage als die T-Frage selbst.